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Zeitmanagement

Beitragvon Gertrud » So 19. Jun 2016, 15:30  

Hallo, Ihr Lieben,

ich möchte eine kleine Meinungsumfrage starten.
Eigentlich stand ich bisher in jedem Semester unter zeitlichem Druck.
Es fiel mir immer schon schwer, die Geschichte einigermaßen zeitgerecht einzustellen.
In diesem Semester hatte sich der Druck durch äußere Einflüsse noch verstärkt und ich war über jeden Aufschub dankbar, den Elke uns zugestand.
Gerade in diesem Semester habe ich aber auch mitbekommen, dass die Zeitvorgaben nicht nur für mich ein Problem sind.

Jetzt möchte ich folgenden Vorschlag machen:
Zum Schreiben der Geschichte bekommen wir zwei Wochen Zeit.
Zum Rezensieren wie bisher eine Woche.
Dies würde allerdings auch bedeuten, dass sich die Anzahl der Geschichten in einem Semester reduziert.

Meinem Zeitmanagement würde der Vorschlag entgegenkommen.
Ich hätte dann auch Zeit genug, mal eine Geschichte zu verwerfen und eine andere Idee auszuprobieren.

Doch es ist wie gesagt - nur ein Vorschlag-.
Mich interessiert, wie Ihr die Sache seht und wie sehr Euch die Zeit im Nacken hängt.

Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele sich äußern.

Jetzt grüße ich Alle und schicke noch ein paar Sonnenstrahlen vom Niederrhein in die Runde.
Gertrud


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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Trigger » So 19. Jun 2016, 17:01  

Hallo Gertrud,
deinen Vorschlag müsste man  mal ausprobieren. Sicher würde es der Qualität der Geschichten zugute kommen, weil einfach mehr Zeit zum Überarbeiten ist.
In jedem Semester hat man im Laufe der Zeit einen Rückgang der Teilnehmer, ob das durch mehr Zeit besser wird, wage ich zu bezweifeln. Ich glaube, bei zwei oder drei Schreibaufgaben war mehr Zeit zur Verfügung als eine Woche. Die Geschichten sind aber trotzdem nicht mehr geworden.
Ich selbst bin der Meinung, dass selbst zwei Wochen nicht ausreichen, eine Geschichte so richtig fertig zu bekommen.

LG Trigger
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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Gertrud » So 19. Jun 2016, 17:20  

Hallo Trigger,

Du schreibst: ...dass selbst zwei Wochen nicht ausreichen, eine Geschichte so richtig fertig zu bekommen.
Da gebe ich Dir recht. Und deshalb muss ja auch eine zeitliche Vorgabe da sein, damit die Story das Licht der Öffentlichkeit erblickt

Doch glaube ich, dass das Schreiben von Geschichten ein sehr individueller Vorgang ist.
Deshalb versuche ich herauszubekommen, wie die anderen Schreiber/Innen dies handeln.
Ich persönlich durchlebe meistens die Stadien: Ausbrüten, Konstruieren, Schreiben und noch ein paar mal Überarbeiten.
Da ich vorwiegend an den Wochenenden zum Schreiben komme, wird die Zeit immer super knapp.

Wenn Du sagst, dass man es ausprobieren könnte, ist dies ja schon ein statement.
Viele Grüße
Gertrud

 


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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Herman » So 19. Jun 2016, 19:52  

Liebe Gertrud,

Ich bin nicht sicher ob das für mich besser wäre. Ich brauche den Druck zum Schreiben. WIr haben in diesem Semester einige Verschiebungen gehabt, was für mich dazu führte, dass ich die Geschichten liegen lies und nur mühsam zum schreiben kam. Nun ist dieses Semester für mich a-typisch verlaufen, gesundheitliche Problemen meiner Frau, Geburt des Enkelsohnes, das alles hat natürlich auch eine große Rolle gespielt.
Im Laufe des Semesters nimmt die Zahl der Teilnehmer immer ab, ich weiß nicht woran das liegen kann. Ich meine, in diesem Semester mehr als anders. Vielleicht sind einige doch überfordert.
Wenn ich eine Geschichte fertig geschrieben habe, ist sie für mich fertig. Erst die Kommentare anderer Teilnehmer und natürlich Elkes Kommentar bringen mich dazu meine Geschichte zu überarbeiten.
Ich habe jeden Sommer, hier in den Niederlanden, einen Lyrikkurs. Ein Woche lang jeden morgen Gedichte schreiben, Hausaufgaben mitnehmen und die am nächsten Morgen präsentieren. Unter hohem Druck arbeiten also. Herrlich. Aber so kann ich nun mal am besten schreiben.

Aber, aber auch bei eventuelle Terminverschiebungen hier, bin nächstes Semester wieder dabei!

Liebe Grüße

Herman

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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Gertrud » So 19. Jun 2016, 20:33  

Lieber Herman,

danke für Deine ausführliche Stellungnahme.

Ja, auch bei mir ist ein gewisser Druck beim Schreiben notwendig. Doch, wie überall, gibt es auch hier Sonnen- und Schattenseiten.
Die Dich antreibenden und beflügelnden engen Zeitvorgaben können im entgegengesetzten Fall auch zum Hinwerfen des Handtuches führen.
Vor allem, wenn man am Anfang keine gute Idee entwickelt.
Außerdem sind bei jedem von uns die Bedingungen fürs Schreiben anders.
Mal besser, mal schlechter.

Vielleicht kommen ja - trotz Sommerpause - noch ein paar Meinungen zustande.
Viele Grüße für Dich
Gertrud

 
 


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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Penelope » So 19. Jun 2016, 20:33  

Hallo Gertrud,

um die Frage zu beantworten, wie ich vorgehe: ich lese die Aufgabe. Dann fällt mir dazu etwas ein oder es gibt eine passende Idee in meinem Ideenspeicher. Die Idee trage ich ein, zwei Tage, manchmal aber auch bis zum Wochenende mit mir herum. Am Ende dieser Zeit weiß ich, welche Geschichte ich erzählen will, welche Figuren eine Rolle spielen, wo das ganze stattfindet und zu welcher Zeit. Manchmal weiß ich den ersten Satz und den letzten Satz schon gleich am Anfang, manchmal braucht es die ganze Phase. Erst wenn ich beide Sätze habe, setze ich mich hin und schreibe vom ersten Satz auf den letzten zu. Das dauert nicht länger als zwei Stunde, schließlich sind es meist nur anderthalb oder zwei Seiten. Je nachdem, wie früh ich das Herunterschreiben erledigen konnte, bleiben mir dann bis zum Abgabetermin noch eine bis vier Gelegenheiten, die Geschichte zu überarbeiten (Zeitaufwand dafür zusammen etwa zwei Stunden). Und dann stelle ich sie ein. 

Natürlich werden die Geschichten besser, wenn ich die Idee bereits "auf Lager" hatte und auch schon dazu recherchieren konnte. Wenn ich etwas verwenden kann, wofür ich mich immer schon interessiert habe. Ganz furchtbar hindert es mich, wenn eine bestimmte Stimmung (Heiterkeit, Besinnlichkeit oder sowas) verlangt wird, ich mich aber die ganze Woche in einer ganz anderen Stimmung befinde. Oder wenn ich mich in ein Thema erst einlesen muss. Dann werde ich auch schon mal erst am Sonntag vor Abgabe fertig.

Für mich ist es also keine Zeitfrage, sondern eher wie eng die Aufgaben geschnitten werden oder wie absonderlich sie sind. 

Jetzt würde es mich nicht stören, statt einer Woche zwei Wochen zur Verfügung zu haben. Es nervt mich nur immer ziemlich, wenn ich mich auf eine Woche eingestellt habe und der Abgabetermin dann plötzlich verschoben wird. Wenn ich dann die Geschichte bereits heruntergeschrieben habe, und warten muss, bis ich einstellen darf. Da würde ich schon ganz gerne von Anfang an wissen, wie viel Zeit ich mir nehmen kann und die mir auch ganz sicher gerne nehmen. Und vier Geschichten statt der bisherigen sechs schreiben zu dürfen, könnte ich hinnehmen, wenn sich an der abzuliefernden Zeichenzahl nichts ändern würde. Also statt 6 x 7000 Zeichen 4 x 10500 Zeichen z.B. Dann könnten die, die sich jetzt immer abhetzen müssen, ja freiwillig bei 7000 bleiben. Da ich den November hindurch ohnehin auch etwas anderes schreiben möchte, käme mir das zum Herbstsemester sogar eigentlich ganz recht. 

Liebe Grüße
Penelope




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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Gertrud » So 19. Jun 2016, 21:06  

Hallo Penelope,

Du bist wirklich ein strukturierter Mensch, gut sortiert, salopp gesagt.
Ich beneide Dich. So läuft das bei mir nämlich nicht ab.
Aber das ist egal.
Jeder nach seinen Möglichkeiten und Bedingungen.

Du machst einen sehr guten Vorschlag:
Den Rhythmus ausdehnen, aber für Viel- und Schnellschreiber die Stoffmenge flexibler gestalten.
Mir gefällt die Idee, da sie anpassungsfähig ist.

Danke und viele Grüße
Gertrud




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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Herman » So 19. Jun 2016, 21:12  

Liebe Gertrud,

Jetzt wo ich Penelopes Antwort lese, bedenke ich, dass ich noch gar nicht gesagt habe, wie ich normalerweise schreibe, nur das ich den Druck brauche.
Meistens habe ich ziemlich schnell eine Idee. Damit laufe ich dann ein, zwei Tage herum, setze mich hin und schreibe. Ich habe dann meistens noch keine Idee, wie die Geschichte enden wird. Der Verlauf der Geschichte wird auch mir erst beim schreiben klar. Ab und zu habe ich ein Gefühl, als ob die Geschichte sich irgendwie selbst schreibt. Verstehst du was ich meine? Vereinzelt weiß ich Anfang und Ende, habe aber noch keine blasse Ahnung wie ich von einem zum anderen kommen soll. Auch das ergibt sich während des schreibens. Ich finde das faszinierend.

Liebe Grüße

Herman
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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Gertrud » So 19. Jun 2016, 22:18  

Lieber Herman,

wie wunderbar, etwas von Euch und der Art Eures Schreibens zu erfahren.

Bei mir ist es so, dass ich auch schon mal 3-4 Tage auf einen Zündfunken warte.
Ich habe dann viele kleine Fäden im Kopf, die ich meistens aber alle wieder verwerfe.
Dann ist aber irgendwann eine dickere Schnur da, daran hangele ich mich entlang.
Und ähnlich, wie bei Dir, kommen die Ideen während des Schreibens und sehr oft weiß ich das Ende erst am Ende.
Manchmal ist es eine richtige Achterbahnfahrt. Und hinterher ändere ich auch noch viel, feile und säge herum.
Deshalb auch der glühende Neid auf Penelope.

Danke für den Einblick und eine gute Nacht
Gertrud



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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Elke » So 19. Jun 2016, 23:20  


Ihr Lieben! :love:
 
das ist eine spannende Diskussion.
Meine zwei Cent gehen natürlich eher in Richtung Preis-/Leistungsverhältnis.
Bei der "Schule des Schreibens" an der Hamburger Akademie zahlt man aktuell 85 EUR den Monat für den Lehrgang "Belletristisches Schreiben", welcher drei Jahre geht. Man schickt monatlich die ausgedachte Geschichte, die in etwa das Zeichenmaß wie hier hat (7000 bis 10000 Zeichen, letztere bei der Halbjahresabschlussarbeit), doch man hat allerdings einen Lehrbrief in Form eines 32-seitigen DINA4-Heftes durchzuarbeiten.
 
Das trägt nichts zur Diskussion bei, aber das zeigt meinen Standpunkt: Wie viel bekommt der/die Schreiberin für die Euros?
Hinzu kommt, dass es sicher Schreibforen, in denen sich die Geschichtenschreiber im Netz zusammen tun und sich gegenseitig rezensieren, zuhauf gibt. Für mich ist diese Schreibschule Lehrbetrieb, Haupteinnahmequelle (!) und eine große Inspiration, die mich mit Dankbarkeit erfüllt.
Das nur am Rande, weil ich befürchte, dass euch (als Zahlende) etwas abgeht, wenn die Lerneinheiten von 6/12 auf 4/12 verringert werden.
 
Ich sehe auch die große Fluktuation, das Seriensterben sozusagen, der zu Beginn Hyperengagierten. Sie haben am Ende keinen Dreh mehr, schlimmer noch: sie kommen nicht mehr rein. Wenn man den Feedbacks glauben darf, stehen zu einem Großteil persönliche Gründe im Vordergrund. Dann kommen an zweiter Stelle die Aufgaben, die zum Blackout, zur Resignation oder zum Ausscheiden geführt haben. Jetzt ist es aber so, dass ich seit zwanzig Jahren unterrichte und zwar auch "präsent" vor Ort. Dort hat es dasselbe Phänomen: Nach der Euphorie zu Beginn ist die Lust in allen Kursen etwa ab Mitte des Semesters fürchterlich raus. Meist werden die Umstände (zu viel Hausaufgaben, zu schwere Themen) verantwortlich gemacht.
 
Mein emotionales Gefühl als Kursleiterin ist dieses: Jede Aufgabe erzeugt immer denselben Gedanken- und Kreativitätsstress, wobei die äußere Hülle des Stresses doch durch den Abgabetermin vorgegeben ist. Liegt der in der Ferne, wird die Aufgabe ad acta gelegt und weit weggeschoben. Schiebt sich die Abgabe heran, wird der Aufwind, den dieser Stress erzeugt, gerne mitgenommen, da er auch Ideen nach sich zieht.
Liege ich richtig?
 
Ich für meinen Teil -- unter gewinn-kapitalistischen Bedingungen, sprich, möglichst wenig tun zu wollen und dasselbe Geld zu verdienen, begrüße eine 4/12-Regelung. Aber so ein kleines Felltier in meinem Ohr sagt: „Tu es nicht!“
 
Dabei fing die Schreibschule einmal damit an, jede Woche (!) einen Lehrbrief und eine neue Schreibaufgabe (!) zu stellen. Das war ja wirklich ein unsägliches Gehechel. Wie gerne würde ich dahin zurückkommen, nur um allein die Schreiber von den Nicht-Schreibern abzugrenzen. Aber den Zahn haben sie mir gezogen. Nun ja, damals lagen die Teilnehmerzahlen bei 4 bis 6 pro Semester, heute bei 70 bis 100. ;-)
 
Und trotzdem kommen damals wie heute nicht alle durch.
Dank der Feedbacks weiß ich ja: In jedem Hobby werden Konzessionen gemacht. Es ist nunmal so, bevor ich schreibe, räume ich die Spülmaschine leer und mach den Haustierkäfig sauber. Ich koche und kaufe ein, ich schaue TV, um zu entspannen und mach die Tastatur sauber. Ich schaue bei eBay, kaufe oder verkaufe. Ich schreibe Mails oder schaue Spielfilme. Und dann, das ist sicher – und das nehme ich mir vor: mache ich morgen mit der Geschichte weiter.
 
Ich kenne das ja selbst.
Wenn man nicht mit den eigenen Figuren Tischlein und Bettlein teilt, dann ist das eigene Leben einfach spannender. Dann denkt man, man kann es *mal* niederschreiben.
 
Leute ... setzt doch einfach aus, für die eine oder andere Geschichte!
Früher hat man für mehr Geld bei weniger Arbeit gekämpft, aber hier kämpft ihr für das gleiche Geld bei weniger Leistung. Da sträubt sich mein altes Kommunistenherz. Was ist denn los, will ich wissen. Ihr wollt mehr Freiheit weniger zu tun und das mit demselben Geld bezahlen?
 
Man könnte, davon ab, die anderen zwei Schreibaufgaben (bei 4/12) damit kompensieren, dass man Zeichensetzung trainiert und das große „Creative Writing“ überhaupt lernt. Viele haben stilistische Schwierigkeiten, das fällt mir auf. Wenn ich in einem Semester „Zeichensetzung bei Dialogen“ durchnehme, müsste das im kommenden Semester auch gleich wiederholt werden. Aber ich denke auch gleich, das wird langweilig für alle Urgesteine. Nun, bei 4/12 könnte ich zwei – sagen wir mal Multiple-Choice-Prüfungen, zum Thema Schreibtechnik einführen. Das wäre mir auch lieb.
 
Für mich ist das alles ein arger Spagat.
Wenn ihr Ideen habt und Lösungen – ich reflektiere sie gerne.
 
Liebe Grüße und danke für die fruchtbare Diskussion! :love:
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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Tanner » Mo 20. Jun 2016, 10:55  

Hallo Elke und alle, ja, ich habe eine Lösung: alles so weitermachen wie bisher. Ich gehöre auch zu denen, die einen Tritt brauchen, um überhaupt in die Gänge zu kommen, und das regelt, Überraschung, der Abgabetermin, egal wie weit gesteckt. Aber seid sicher, wenn der Zeitrahmen 2 Wochen beträgt, dann fange ich überhaupt erst am Anfang der 2. Woche an. Ich habe ja so viel Zeit! Ich muss zugeben, rückt der Termin näher und ich bin unzufrieden oder komme nicht klar, dann stelle ich trotzdem ein, und wer macht dann die Feinarbeit und weist mich auf Fehler hin? Genau, ihr, die ihr mein Werk rezensiert und verbessert. Gerade dieses Semester, und das ist mein Fazit, habe ich aus euren Kommentaren und Rezensionen unglaublich viel gelernt. Und wer die Geschichte der Woche "Inselgeburtstag" am Anfang vor der Bearbeitung aufgrund der Rezensionen gelesen hat, der erkennt sie gar nicht wieder! Vielleicht könnte Elke am Ende der jeweiligen Runde noch einen Satz zu den Geschichten der Woche (meist mehrere) sagen, warum sie wohl am häufigsten gelesen und am besten bewertet wurden. Ich finde übrigens, keiner sollte sich dem voting entziehen, Herman, du wärst Kandidat für jede Geschichte der Woche! Abschließend; ich fand das Niveau gut, die Lehrbriefe entsprechend und die Aufgabenstellungen sowieso! Liebe Sommergrüße Elisabeth
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Re: Zeitmanagement

Beitragvon barbara » Mo 20. Jun 2016, 15:36  

Hallo zusammen,

das ist wirklich ein äußerst interessanter Austausch, den ihr da gerade miteinander betreibt! Da misch ich auch noch gerne mit:

Wir lesen hier das, was wir eigentlich schon wissen, nämlich, dass jeder eine andere Arbeitsweise hat, wie er schreibt. Und dass jeder von uns andere Baustellen hat.
Ich bin ja zum ersten Mal dabei gewesen und habe mich immer auf die neuen Schreibaufgaben und Abgabetermine gefreut. Ja, es war auch schon mal eng, aber das Schreiben und Geschichtenausdenken an sich fiel mir nicht schwer; für mich war das Schreiben in den letzten Monaten entspannend, der Austausch mit euch auch!
Wenn wir ehrlich sind, dann fängt doch das "echte" Geschichtenschreiben erst an, wenn wir genügend Rückmeldungen haben und noch einmal ans Überarbeiten gehen. Es ist doch nicht Sinn, innerhalb von zwei Wochen eine fertige Geschichte zu bekommen, sondern soweit zu sein, dass wir dann mit dem Feinschliff beginnen können. Daher ist aus meiner Sicht die bisherige Regelung vollkommen in Ordnung. Da aber jeder von uns ganz unterschiedliche Berufe, Hobbys und Arbeiten am/im Haus hat, ist diese Einschätzung natürlich sehr subjektiv und vermutlich auch in jedem Semester anders.

Ich freue mich darauf, euch im September wiederzu"lesen", bin schon bei der VHS angemeldet ;-)

Liebe Grüße

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Re: Zeitmanagement

Beitragvon siri » Mo 20. Jun 2016, 19:25  

Hallo zusammen,

Da muss ich auch noch meinen Senf ... ihr wisst schon Winken

Ich bin dieses Semester "Mailbetreute", zum ersten Mal, aus Zeitgründen. Ansonsten habe ich schon einige Semester als aktives Forumsmitglied auf dem Buckel.

Zum Zeitmanagement: es sollte alles so bleiben wie es ist. Je mehr Zeit ich für eine Geschichte habe, desto mehr brauche ich auch.
Bei sechs Themen fällt es nicht so sehr ins Gewicht, wenn ich mal zwei nicht abgebe, weil ich es nicht schaffe, in Urlaub bin oder mir partout nichts einfällt.

Und hey: Elke gibt uns hier die Möglichkeit, zu sechs ! Geschichten Feed-Back zu bekommen und auch noch sechs Lehrbriefe dazu. Das sollten wir doch nutzen!
 {#emotions_dlg.feder}

Herzliche Grüße,
siri




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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Herman » Mo 20. Jun 2016, 19:35  

Hallo zusammen,

Kurz gesagt, mir wäre es am liebsten, wenn es so bleibt wie es ist. Aber auch wenn es sich ändert, mache ich mit. Ich habe mich, genau wie Barbara, schon angemeldet fürs nächste Semester.

Und, liebe Elisabeth, wo du es so schreibst, kann ich natürlich nicht wiederstehen! Ich mache beim Voting wieder mit.

Liebe Grüße

Herman
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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Tanner » Mo 20. Jun 2016, 19:56  

Bravo, Herman! Find ich gut, Lieben Gruß
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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Gertrud » Mo 20. Jun 2016, 22:20  

Hallo Ihr Lieben,

jetzt habe ich Eure Äußerungen gelesen und der Tenor ist eindeutig:
Alles soll so bleiben wie bisher!

Meine Wahrnehmumg hat mich da arg hinters Licht geführt.
Während des Semesters las ich andauernd Mitteilungen und Entschuldigungen,die einen Zeitmangel und zu kurze Geschichten-Ausbrüt-Zeit beinhalteten. In meinem Kopf hatte sich dann das Bewußtsein für ein kollektives Mehr-Zeit-Bedürfnis entwickelt, jetzt ist daraus ein individuelles Gertrud-Problem geworden.

Nun bin ich einige Jahre hier in der Schreibschule bei Elke und immer schon ist es mir schwer gefallen, den Schreib- und Abgaberhythmus einzuhalten. Meine Zeiten, in denen ich schreiben kann, sind einfach sehr begrenzt. Aber meistens hat es so gerade eben gepasst. Dabei bin ich eine von denen, die für das Schreiben die Spülmaschine und den Staubsauger stehenlassen und den Fernseher sowieso nicht oft anstellen. Doch in diesem Semester habe ich es als Wohltat empfunden, wenn Elke wieder schrieb: Der Abgabetermin hat sich nach hinten raus verzögert.
Immer mal wieder eine Geschichten auslassen und überspringen hilft meiner Meinung nach nicht so viel.
Wenn ich eure Meinungen hören möchte, dann muss ich auch zeitig einstellen. Benötige ich eine Woche länger für meine Geschichte, dann sind alle anderen mental schon bei der nächsten Aufgabe.

Wahrscheinlich kommen wellenartig, also von Zeit zu Zeit, immer wieder solche Anfragen, liebe Elke. Gerne würde ich einen Alternativvorschlag aus der Tasche ziehen, doch da ist nichts mehr drin.
Außerdem ist ja jetzt erst mal Schreibpause.Doch so ganz ohne Schreiben geht es doch sowieso nicht. Noch nicht mal in der Pause.

Ich grüße Euch und danke Euch für Meinungen und kleine Einblicke in die jeweiligen Schreibgewohnheiten.
Im Sommer gucke ich immer wieder mal ins Forum.
Wenn jemand also wieder mal was postet...

Liebe Grüße
Gertrud


 









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Re: Zeitmanagement

Beitragvon barbara » Di 21. Jun 2016, 06:08  

Hallo Gertrud,

bin den Sommer über zu Hause und habe auch vor, hin und wieder hier reinzuschauen, vielleicht schreiben wir uns mal?

Liebe Grüße

barbara
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Re: Zeitmanagement

Beitragvon siri » Di 21. Jun 2016, 09:39  

Hallo Gertrud,

ich finde gut, dass du das Thema angesprochen hast, das hat mich dazu gebracht, meine Schreibgewohnheiten zu reflektieren. Jedenfalls habe ich gemerkt, dass mir in diesem Semester als Mail-Betreute das Forum sehr gefehlt hat.
Ich werde bestimmt im Sommer auch ab und zu mal hier vorbeischauen und (hoffentlich) auch was posten.

Ansonsten wünsche ich allen, auch denen die mich noch nicht kennen, einen wunderbaren Sommer!  Cool

Herzliche Grüße,
siri
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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Daniela » Di 28. Jun 2016, 17:42  

Grüße in die Schreibrunde!

Wow, was für eine schöne Komunikation. Das hat an dieser Stelle gut gepasst und das Thema beschäftigt sicherlich jeden.

Mir fällt es auch schwer das Zeitlimit einzuhalten, wie alle, bin auch ich im Alltag gehörig eingespannt. Ich genieße jede Aufschiebung und wie glücklich bin ich, wenn ich meine Geschichte "fertig" habe. Allerdings ist mein Ziel, sie wenige Tage vor Abgabefrist fertig zu haben, um mindestens zweimal drüber schlafen und daran Schleifen zu können. Ohne Zeitlimit würde ich völlig an Aufschieberitis erkranken.

Nun sind Ferien und ich erarbeite mir in klitzekleinen Schritten erste Entwürfe für das nächste Semester (ohne die Aufgaben zu kenne). Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Themenvorgabe "Ferien" und eine letzte "Weihnachten" lauten wird, das Genre Humor hat Elke ebenfalls angekündigt.

Ich würde am Kurssystem nichts ändern. Der Kurs gibt ein Angebot vor und ich entscheide in wie weit ich es annehmen kann. Ich lerne auch gerne vom zugucken, zuhören und ablesen :-))

Zum Voting muss ich sagen, dass es mich überfordert. Ich lese hier die tollsten Geschichten, aber in der Bewertung kann ich nicht ausdrücken, was mir gefällt. Viele Geschichten lassen sich nicht miteinander vergleichen, weil sie viel zu unterschiedlich sind, aber jede für sich großartig. Ich kann mit den Bewertungssternchen leider nicht umgehen.

Vielen Dank für den Einblick in eure Arbeitsweise,
sommerliche Grüße
Daniela
Fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen, denn froh zu sein bedarf es wenig!
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Re: Zeitmanagement

Beitragvon Tinaklein » Di 28. Feb 2017, 12:18  

Hallo Ihr Lieben,

tolle Auseinandersetzung mit dem Kursaufbau, Leute!
Ich habe Eure  Kommentare und Meinungen alle gelesen; vielen Dank dafür!

Die Struktur dieses Onlineschreibkurses finde ich erst einmal gut.

Bei mir ist es so, dass die zwei Wochen völlig ausreichen, um die gewünschte Lehraufgabe niederzuschreiben, weil ich das von Elke so gewohnt bin und mich mit Allem (seelisch, moralisch, körperlich) dann DARAUF EINSTELLEN MUSS.
Ich schaue weniger fern, sitze länger am PC und denke über meine Figuren und Handlungen ständig nach.
Selbst wenn ich im Bett liege und eingeschlafen bin, träume ich sogar noch davon, so wie letzte Nacht.
Oh Mann, ich kann Euch sagen, das war ein schweißtreibender und verrückter Traum.{#emotions_dlg.blockhead}

Wenn wir unsere Kurzgeschichten dann sofort einstellen könnten, da ich immer brennend auf die Feadbacks warte, um noch etwas an dem Geschriebenen ändern zu können, hätte ich das Problem, dass mich zu viele Rezensionen über meinen Text verunsichern. Ich würde anfangen  zu viel zu kürzen, Sätze komplett zu verändern, etc. und mich dann zum Schluss womöglich fragen, ob dabei mein eigener Schreibstil nicht zu kurz kommt.
Also warte ich lieber ab, gebe ihn ab und gut.

Da ich nicht alle Beiträge der Mitglieder ( ES SIND ZU VIELE!)  innerhalb von 1-2 Wochen lesen und rezensieren kann, fänd ich es schön, wenn ich mich für einen Onlinekurs nur ZUM REZENSIEREN von Texten ( jenachdem welche Genre  wir schon besprochen haben) anmelden könnte!

Für mich bedeutet dieser Onlineschreibkurs mit Elke viel, fühle mich hier wohl und werde auch in Zukunft warscheinlich dabei bleiben,  ( Danke an Elke für die Erinnerungsmail zum Anmelden, sonst hätte ich es verpasst!) weil es verdammt viel Spaß macht!

Also haut in die Tasten. Freunde. Auf ein Gutes Gelingen.
{#emotions_dlg.liebe}
Beim Malen ist es wie beim Schreiben: Die Gefühle schwinden, doch die Bilder bleiben. ( Tina K.)
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