• Aktuelle Schreibaufgabe

  • 6. Schreibaufgabe
     
    Der Drache – schreibe eine phantastische Geschichte
     
     
    Kann deine Heldin fliegen, kann sie es mit dem bösen, feuerspeienden Schuppentier aufnehmen, das über das arme Erdendorf Vernichtung und Tod bringen will?
    Oder ist sie selbst ein Drache, der ihre dunkle Schattenseite auslebt? Mutiert sie, wenn sie zu viel Gemüse isst und muss sie aufpassen, dass niemand merkt, dass ihre Haut schuppig wird?
    Vielleicht kommt der Drache als gleichnamiger Computervirus in die Adern unserer digitalen Vernetzungen?
    Womöglich ist der Drache ein chinesischer Geheimagent mit Weltmachtambitionen.
    Ihr werdet es wissen. In der Geschichte kommt der Drache auf jeden Fall gro...
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    Oder später.




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  •  Herzlich willkommen auf dem Portal der VHS-Schreibschule
  • Liebe Freundinnen und Freunde der Schreibzunft!
    Lebendig erzählen - Von der Buchstabensuppe zum Prosawerk.
    Im Herbstsemester 2017 heißt unser Thema „Fantasia entlässt ihre Flügel", Reise bis ans Ende der Vorstellung. Es geht um richtig fies Ausgedachtes. Es geht auch um Spannung und wie immer werden wir uns ein paar Veröffentlichungen zum Ziel mache...

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  • Drachenblut von Trigger  Geschichte lesen


    Es war Elßleins letzte Chance. Die Achtjährige kämpfte sich an den bewaldeten Hang entlang. Über ihr auf dem Bergkamm wachte die Sigiburg und im Tal mündete die Lenne in die Ruhr, die sich weiter gen Westen schlängelte. Das Mädchen näherte sich einem Plateau. Der Eingang zu einer Höhle wurde sichtbar, so, wie es ihr Vater beschrieben hatte. Sie verschwand in dem dunklen Schlund. Angst schnürte ihren schmalen Brustkorb ein und erschwerte das Atmen. Die Not befahl ihren Beinen, sie weiter in den Berg zu tragen. Nach einer Kurve wurde es so dunkel, dass sie sich mit den Händen an den Felsen entlang tasten musste, bis vor ihr zwei feuerrote Punkte  erschienen. Die Punkte erhoben sich, ohne ihren Abstand zueinander zu verändern.
    „Warum so ängstlich, kleines Mädchen?“, ertönte eine Stimme.
    Der Klang war freundlich und Elßleins Hämmern in der Brust glich nicht mehr dem aggressiven Rhythmus von Kriegstrommeln.
    Ein Feuerstrahl erhellte für einen Wimpernschlag die Höhle, traf einen Holzhaufen und entzündete ein Feuer. Elßlein kniff angesichts der plötzlichen Helligkeit die Augen zu. Nach und nach erkannte sie einen großen, dunkelgrauen Leib mit einem Schwanz. Die Flügel lagen an den Flanken des Körpers an, von dem ein dünner Hals abging, an dessen Ende ein Kopf mit einer langgezogenen Schnauze hing.
    „Seid Ihr Ambrosius?“
    „Der bin ich, Fräulein. Und wer beehrt mich?“
    „Ich bin Elßlein, Tochter von Johan Brower.“
    Elßleins Augen füllten sich mit Tränen, als sie den Namen ihres Vaters aussprach.
    „Ich kenne deinen Vater. Er ist einer der Bauern aus der Freiheit Westhofen. Aber warum bist du so traurig, mein Kind?“
    „Gottes Zorn hat meine Familie getroffen. Die Pestilenz hat uns ergriffen wie der Fang eines Wolfes den Hals eines Kitzes. Mein ältester Bruder – der Herr hab ihn selig - ist bereits von uns gegangen.“