• Aktuelle Schreibaufgabe

  • 6. Praxisaufgabe: Corona-Geschichte
     
    Während wir vor einem Jahr noch neue Wörter lernten, wie „Abstandsregeln“ oder „FFP2-Maske“, „Homeoffice“ oder „Kontaktbegrenzung“, hat es jetzt, gegen Ende der Pandemie, noch weitere schöne Begriffe auf Lager, um die wir uns kümmern. Die Rede ist vom „Ausstieg aus der Pandemie“, der „Notbremse“ der „Zweitimpfung“, die einhergeht mit „Impfneid“ und einer „Flugscham“– sollte man sich den Urlaub auf Mallorca gegönnt haben.
    Schreibt eine in sich geschlossene Kurzgeschichte rund ums Thema Corona 2021 und fügt wenigstens ein visuelles Element ein.
    Wer mit den Begriffen nichts anfangen kann, kann besagte Intensivstationsgeschichte zu Papier bringen und auch ggf. mit dem Wörtergenerator arbeiten. Das Thema sollte hier aber ebenfalls Corona sein.
    Abgabe ist kommender Montag, 24. 5.
    Das Ze...
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    Lebendig erzählen - Von der Buchstabensuppe zum Prosawerk.
    Im aktuellen Semester wollen wir wieder gut schreiben, so dass wir ggf. auch ein paar Veröffentlichungen einheimsen. Entsprechende Schreibaufgaben und Lehrbriefe -- wie man nun dahin kommt, sollen zielführend dabei sein. Weitere Infos per Mail an m...

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  • Widerständig von Sigrid  Geschichte lesen


    Widerständig
     
    Ich bin Risikogruppe. Eigentlich bin ich ein fittes Mitglied dieser Gruppe, aber ich wurde so definiert. Staatlicherseits. Anfangs hat es mich nur gestört. Immerhin gehe ich zwei Mal die Woche zum Fitness, bin Mitglied der Wandergruppe hier am Ort. Ok, wir besteigen keine Berge, die gibt es hier in der Region nicht, aber wir machen Strecke. Jeden Sonntag. Und nun das: Risikogruppe!
     
    Anfangs hatte ich beschlossen, mir den Ärger über diese persönliche Zuschreibung nicht anmerken zu lassen, denn mir war die Meinung der Anderen einerlei. Obwohl - diese Zahlen ... Mit mir war meine komplette Wandergruppe empört, das verbindet ungemein. Schlimmer war aber, dass ich mich selbst keinesfalls so sehen wollte. Risikogruppe! Hätte Siegmund Freud mich auf die Couch gelegt, er hätte diagnostiziert: intrapersoneller Widerstand. Das hätte es getroffen.
     
    Aber es kam noch dicker!
     
    Haben Sie Kinder? Ja? Dann wissen Sie, was ich meine. "Mamaaa, du gehst jetzt nicht mehr einkaufen. Das mache ich für dich. Diese Viren sind überall!" Meine zur Abwehr erhobenen Hände nützten gar nichts, mir wurde ein Zettel hingeschoben. "Mamaaa", und die Stimme meines Sohn nahm eine bedrohliche Tiefe an, "Mamaaa, du bist Hochrisikogruppe!" Jetzt rollte ein Bleistift auf mich zu. Klare Anweisung: ich sollte einen Einkaufszettel schreiben.
     
    Verstört, aber immerhin hungrig genug, um Ideen für den Einkauf zu haben, schrieb ich: Kartoffeln, Möhrchen, Kaffee, ein Steak, eine Flasche Wein, was Mensch eben so braucht für einsame Tage, denn laut Medien sollten die jetzt für längere Zeit anhalten. Außerdem: Es ist ja rührend, wenn der Sohn sich so liebevoll um die alte Mutter kümmert. Jetzt fang ich auch schon an von "alt" zu reden! Da ist der Schritt zur Hochrisikogruppe wirklich nicht weit!
    Mein liebevoller Sohn kaufte also ein, legte mir Bons auf den Tisch und wartete auf mein Bezahlen. Hatte er eine neue Küchenausstattung gekauft? 89,72 EURO! Nun gut, Haltung bewahren! Aber dieser Preis! Drei Tage später wieder! Ich beschloss, mir die Bons genauer anzusehen.
     
    Das hat man nun davon, wenn man die Kinder zur Nachhaltigkeit erzieht: Biobauer, das Steak 17,25 EURO! Erzeugerabfüllung Kaiserstuhl, edelster Biowein, Kaffee natürlich Fairtrade!
    Hochrisikogruppe! Wohl wahr! Mein Monatsbudget wird diese Krise nicht überstehen. Mit staatlicher Hilfe ist nicht zu rechnen. Bin nur Rentnerin nach einem Arbeitsleben in Teilzeit als allein erziehende Mutter.
     
    Sie haben Kinder? Dann wissen Sie ja, wie das ist. Man will die Lieben nicht enttäuschen, wenn sie schon so aufmerksam sind. Aber diese Preise! Seit sie aus dem Hause sind, die Kinder, ist gesundes Essen ja nicht mehr so wichtig. "Komm, iss das Möhrchen, ist vom Biobauern!" und "das Gesündeste ist gerade gut genug für dich", so hörten sich die Kindersätze zur bewussten Ernährung an. Damit verbunden war selbstvers...