• Aktuelle Schreibaufgabe


  • 3. Schreibaufgabe: Tod oder Sensemann oder meine private Methode, aus dem Leben zu scheiden

    Ja, ich weiß, Tod ist nicht lustig. ABER: Er soll ja lustig gemacht werden.

    Sozusagen klopft die Firma Sensemann an deine Tür, aber du musst eben noch staubwischen. Oder du machst klar, dass man sich nicht an dir, sondern an der Katze vergreifen soll. Väterchen Schnitter könnte Teilzeit arbeiten, weil die Menschen eh immer älter werden.
     
    Oder du wohnst einer skurrilen Szene bei einem Bestatter oder auf einer Beerdigung bei.
    Du bist tot, längst im Himmel, aber wer zum Henker ist das Du, das noch auf Erden weiter lebt?
    Hast du ...
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    Lebendig erzählen - Von der Buchstabensuppe zum Prosawerk.
    Im aktuellen Semester wollen wir wieder gut schreiben, so dass wir ggf. auch ein paar Veröffentlichungen einheimsen. Entsprechende Schreibaufgaben und Lehrbriefe -- wie man nun dahin kommt, sollen zielführend dabei sein. Weitere Infos per Mail an m...

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  • Helden des Alltags(Änderungsvorschläge herzlich willkommen!) von Suppenknödel  Geschichte lesen


    Das ist jetzt das erste Mal, dass ich direkt hier reinstelle. Falls ich noch was beachten muss, bin ich für Hinweise dankbar!




    Helden des Alltags


    „Vorsicht, Harry!“
    Doch der Ruf erreichte Harriet zu spät. Als sie sich umdrehte, sah sie nur noch das grelle Licht auf sich zurasen.
    Zu schnell, um noch auszuweichen.


    Dabei hatte der Abend ganz normal begonnen. Harriet, genannt Harry, und ihre ausschließlich männlichen Kollegen von der Nachtschicht der Londoner Stadtreinigung hatten den grünen Müllwagen mit allem Notwendigen bestückt und sich auf den Weg in ihr Einsatzgebiet zwischen Hyde Park und Oxford Street gemacht. Harry saß wie üblich eingezwängt zwischen John und Rajid, den jüngsten Neuzugängen, auf der hinteren Bank.
    „War 'n schöner Tag heute, wa?“, bemerkte Rajid in seinem genuschelten Londoner Dialekt.
    Er erhielt als Antwort nur zustimmendes Murmeln, denn alle Kollegen wussten, was schöne Tage bedeuteten: Mehr Menschen auf den Straßen, mehr Abfall. Und nicht alles landete in den Papierkörben.
    Nicht, dass im Londoner Zentrum jemals wenig Menschen auf den Straße unterwegs wären, aber bei Sonnenschein schien plötzlich niemand mehr zu wissen, wie ein Mülleimer funktionierte.
    „Die sind alle zu beschäftigt damit, die Sonne anzustarren, weil sie die so selten sehen“, sagte Herman, der Schichtführer, manchmal.
    Jetzt drehte sich Herman vom Lenkrad des Fahrzeugs um.
    „Es gab heute auch noch eine Demo gegen den Premier im Park.“
    John reagierte sofort und rief: „Falls wir einen Haufen finden, heute bin ich NICHT dran!“
    Harriet boxte ihn scherzhaft in die Seite. „Wer denn sonst, Frischling?“
    „Na du, Harry. Du hast doch Kinder. Wenn sich einer mit Menschenkacke auskennt, dann du!“
    „Meine Kinder sind so alt wie du, Junge. Die letzte volle Windel ist für mich also genauso lange her wie für dich“, gab sie zurück und erntete schallendes Gelächter und Schulterklopfen.
    Der Umgang zwischen den Kollegen war derb, aber herzlich.
    Genau wie der ganze Job eigentlich.
    Natürlich war es ab und zu eklig, häufig anstrengend und immer schmutzig, aber alle Kollegen verband das Wissen, dass sie etwas Wichtiges taten. Ohne ihren Einsatz würden die Straßen Londons binnen weniger Tage in Abfall versinken.
    Außerdem genoss Harry die Möglichkeit, durch die nächtlichen Straßen Londons zu streifen – menschenleer, aber doch nie ganz verlassen – und sogar dafür bezahlt zu werden.


    Zum Glück – Glück, wirklich? -, Harry schüttelte den Kopf und grinste in sich hinein, während sie einige Minuten später einen schweren Container zum Fahrzeug rollte, zum Glück war sie kein femininer Typ und provozierte daher selten chauvinistische Sprüche nur durch bloße Anwesenheit
    Im Gegenteil: Die Männer waren beeindruckt, welche Kraft und Ausdauer in der kleinen, breiten Frau mit Bürstenhaarschnitt steckte.
    So auch jetzt, als sie den vollen Container geschickt über die leere Straße um einen Gulli manövrierte.
    Rajid erwartete sie an der Ladeluke des Fahrzeugs und -
    „Vorsicht, Harry!“
    Da war ...