• Aktuelle Schreibaufgabe

  • 3. Praxisaufgabe: Siege in Zeiten der Corona!


       
    „Nah ist
    Und schwer zu fassen der Gott.
    Wo aber Gefahr ist, wächst
    Das Rettende auch.“
     
    So hat Hölderlin gedichtet.
    Dennoch. Nun sind wir in der Krise gefangen und gefragt. Du auch. Gesucht wird eine Geschichte rund um Corona: Selbsterlebtes, eine unerhörte oder gehörte Anekdote, eine katastrophale SciFi-Dystopie: ist das Virus als Volksseuche den Labors entsprungen oder von Außerirdischen hier eingepflanzt worden? Warum?
    Zeige die Hölle im häuslichen Miteinander, benutze Mundschutz oder Klopapier oder berichte von Corona-(Alp)Träumen. Schreibe einen Brief an einen Vorfahr, in dem du deutlich ma...
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  •  Herzlich willkommen auf dem Portal der VHS-Schreibschule
  • Liebe Freundinnen und Freunde der Schreibzunft!
    Lebendig erzählen - Von der Buchstabensuppe zum Prosawerk.
    Im aktuellen Semester wollen wir wieder gut schreiben, so dass wir ggf. auch ein paar Veröffentlichungen einheimsen. Entsprechende Schreibaufgaben und Lehrbriefe -- wie man nun dahin kommt, sollen zielführend dabei sein. Weitere Infos per Mail an m...

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  • Im Beethovenjahr von Ulli  Geschichte lesen


    Corona macht mir Angst. Im Fernsehen berichten sie jeden Tag, wie viele Menschen an dieser gruseligen Lungenerkrankung sterben und dass Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger um das Leben der Menschen kämpfen. Manchmal will ich das gar nicht mehr sehen und hören, aber Mama schaut sich während des Abendessens regelmäßig die Nachrichten und die Spezialsendungen danach an.
    Heute zeigen sie, wie Starköche für das Krankenhauspersonal das Mittagessen kochen und eine Pfarrerin draußen vor den Altenheimen in ihrer Gemeinde Andachten hält. Die Alten hinter den Fenstern zeigen sich gerührt. Einige lächeln, andere winken. Wie schrecklich es sein muss, als Bewohner eines solchen Pflegeheims gar keinen Besuch mehr zu haben und das eigene Zimmer nicht verlassen zu dürfen! Auf meinen Armen macht sich eine Gänsehaut breit.
    Eleonore Kunze hat mir das sogar geschrieben. Sie meint, dass sich die Tage und Wochen bei ihr im Heim endlos hinziehen. Und dass sie sich über meinen Brief richtig gefreut hat. Als ich das gelesen habe, hatte ich sofort ein schlechtes Gewissen, weil ich eigentlich überhaupt keine Lust gehabt hatte, einer fremden 92-Jährigen zu schreiben. Ehrlich gesagt, habe ich es nur gemacht, weil jeder aus unserer Schule so einen Brief losschicken sollte.
    Zwischen Frau Kunze und mir entwickelt sich jetzt gerade so etwas wie eine Brieffreundschaft. Wir schreiben uns alle paar Tage. Zugegeben, ihre Schrift ist krakelig, aber Mama liest mir die Briefe vor. Frau Kunze mag Theater, Bücher und Musik. Sie hat früher wohl ziemlich gut Querflöte gespielt. Und ich? Ich verzweifele manchmal an meiner einfachen Altblockflöte. Aber während dieser Corona-Krise übe ich freiwillig, weil mir oft langweilig ist und es mich ablenkt.
    Plötzlich habe ich eine Idee. Ich werde - ähnlich wie diese Pfarrerin aus dem Fernsehen - für Frau Kunze vor dem Pflegeheim Flöte spielen. Dann kann sie mich wenigstens einmal sehen und hat auch Ablenkung.
    Mama ist von meinem Plan begeistert und telefoniert mit der Heimleitung. Morgen Nachmittag soll es schon sein. Oh je! Ich weiß doch noch nicht einmal, was ich spielen soll. Händel geht fast immer, schießt es mir durch den Kopf. Vieles von ihm kann ich auswendig. Zusammen mit Mama stelle ich ein kleines Programm zusammen.
    Trotzdem bin ich nervös, als ich am nächsten Tag vor dem Altenheim stehe. Ich schlucke. Da sind so viele neugierige Gesichter in und hinter den Fenstern. Darauf bin ich gar nicht eingestellt. Ich hatte doch eigentlich nur für Frau Kunze spielen wollen, die - wie mir der Heimleiter erzählt - das Zimmer ganz rechts im ersten Obergeschoss hat. Ich winke der weißhaarigen Frau zu. Sie lächelt.
    „So eine tolle Idee, Mädchen!“, ruft jemand von der zweiten Etage, der das Fenster geöffnet hat.
    „Fang an!“, fordert mich ein älterer Herr auf.
    Ich nehme all meinen Mut z...