• Aktuelle Schreibaufgabe


  • 5. Praxisaufgabe: Ich, selbstbestimmt!
     
    Schaffe eine spannende Figur, ob Tier, Gegenstand, fremdes Wesen oder selbst Kind, das ist egal. Es muss sich in der Erwachsenenwelt autonom behaupten. Selbstbestimmung und Familie, das sind die Zutaten für eure Geschichte. Nehmt auch Bezug auf aktuelle Lebensstile, zum Beispiel: Corona, Singledasein eines Elternteils, das klassische Familienleben mit zwei Kindern, einem Dackel und einem Häuschen, gewollte Kinderlosigkeit, gleichgeschlechtliche Eltern, Familien mit zehn Kindern, Tiere oder Roboter als personalisierte Erzieher, etc. pp.
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  • Wer wieder mitmachen will, kann sich von jetzt an an der VHS einschreiben.
    Oder später.




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  •  Herzlich willkommen auf dem Portal der VHS-Schreibschule
  • Liebe Freundinnen und Freunde der Schreibzunft!
    Lebendig erzählen - Von der Buchstabensuppe zum Prosawerk.
    Im aktuellen Semester wollen wir wieder gut schreiben, so dass wir ggf. auch ein paar Veröffentlichungen einheimsen. Entsprechende Schreibaufgaben und Lehrbriefe -- wie man nun dahin kommt, sollen zielführend dabei sein. Weitere Infos per Mail an m...

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  • Ruhe sanft – Mistkerl von Bridge  Geschichte lesen

    Leider habe ich nicht wirklich etwas zum vorgegebenen Thema geschrieben. Es wäre lieb, wenn ihr trotzdem Mal einen Blick drauf werft und mir Feedback gebt.


    Ruhe sanft – Mistkerl

    Welch illustre Gesellschaft sich doch auf dem Waldfriedhof versammelt hat. Mein Drei-Tage-Bart scheint unangebracht. Vielleicht hätte ich mich doch rasieren sollen. Angewidert blicke ich in die Runde. Viele der Anwesenden kenne ich. Zwischen dem Bürgermeister und anderen Honoratioren, finden sich Pedro, alias 'Das Messer', Harry der grobschlächtige Türsteher, Ludwig, genannt Lou, die rechte Hand von ihm. IHM, der nun in dem sauteuren Mahagoni-Sarg liegt und alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Im Tode nicht anders als zu Lebzeiten. Ich kann ein geringschätziges Zucken meiner Mundwinkel nicht verhindern.
    Der Pfarrer findet freundliche Worte für den lieben Verstorbenen. 
    Mir kommt die Galle hoch. Schmerz flammt in meiner Hüfte auf. Schweiß perlt auf meiner Stirn. 
    Verdienter Mitbürger, großzügiger Arbeitgeber, liebevoller Vater. 
    Ich senke den Blick, damit niemand das hasserfüllte Funkeln in meinen Augen sehen kann. Evelyn drückt sich eng an mich. Ihr zierlicher Körper zittert und ich lege einen Arm um sie. Das darf doch wohl nicht wahr sein. Sie tupft sich tatsächlich mit einem Taschentuch die Augen trocken. Evelyn, meine Freundin, heult wegen dieses toten Kotzbrockens.
    Langsam wird der Sarg in das feuchte, dunkle Loch hinab gelassen. Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub. 
    Mögen sich die Würmer an deinem verwesenden Kadaver satt fressen. 
    Sechs paar Hände, weiß behandschuht, sorgen für einen sanften Abgang, der so gar nicht zu Friedrich 'Freddy' Stadlhubers Leben passt.
    Ein paar der Mädchen aus seinem Nachtclub schluchzen bei dem Anblick und ich frage mich, wie viel von diesem Gefühlsausbruch echt ist. Selbst Chantal, die ihre geschwollene Wange und ihr Veilchen unter dem linken Auge kaum verbergen kann. Ein Andenken an ihren großzügigen Chef. Er hatte ein Whiskeyglas nach ihr geworfen, weil sie nicht schnell genug nachgeschenkt hatte. Sie war auch zu langsam beim Ausweichen gewesen.
    Meine Hüfte schmerzt und ich verlagere mein Gewicht auf das andere Bein. 
    Es beginnt zu regnen. Zunächst nur vereinzelte Tropfen. Hoffentlich bleibt es dabei, so dass wir einigermaßen trocken diese Farce hinter uns bringen können.
    Der Pfarrer ist fertig und geht zur Seite, damit die Trauergesellschaft nach und nach ans Grab treten kann. Jeder schaut traurig hinab und wirft eine Schaufel Erde, oder eine Blume hinein. Ich hätte anderes passender gefunden. Ein Tütchen Koks, oder eine Flasche Whiskey, ein Bündel Geldscheine vielleicht. Das war sein Leben, und Frauen, oder besser Sex. Es hat kaum eine gegeben, die er nicht hätte haben können. Einige von diesen bedauernswerten Geschöpfen gingen für ihn auf den Strich. Niemand der sich seinem Charme, seinem Charisma entziehen konnte. 
    Auch ich war ihm vor Jahren verfallen. 
    Das erste Mal begegnete ich ihm in seinem Nachtclub. Die F...