• Aktuelle Schreibaufgabe




  • 6. und letzte Schreibaufgabe:

     
    Verfasse eine Geschichte zum Thema „Mensch & Maschine.“
    Vielleicht kennst du einen wild gewordenen Rasenmähroboter? Oder ein verrücktspielendes Computerprogramm? Alexa oder der Google-Assistent könnten die Welt gehörig durcheinander wirbeln. Mehr Fluch als Segen? Was nutzt dem Mensch die beste Maschine, wenn sie sich wie Prometheus gegen die anmaßende Herrschaft ihres Erzeugers auflehnt und ab jetzt behauptet, schöpferische Selbständigkeit erlangt zu haben? Sicher kannst du von den Tücken der Technik berichten. Denk dir auch einen plakativen Titel aus und natürlich eine Anfangsszene, die die Leserschaft direkt in die Geschic...
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  • Mitschreiben?
  • Wer wieder mitmachen will, kann sich von jetzt an an der VHS einschreiben.
    Oder später.




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  •  Herzlich willkommen auf dem Portal der VHS-Schreibschule
  • Liebe Freundinnen und Freunde der Schreibzunft!
    Lebendig erzählen - Von der Buchstabensuppe zum Prosawerk.
    Im Herbstsemester 2018 wollen wir wieder gut schreiben, so dass wir ggf. auch ein paar Veröffentlichungen einheimsen. Entsprechende Schreibaufgaben und Lehrbriefe -- wie man nun dahin kommt, sollen zielführend dabei sein. Das Thema im Herbst lautet...

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  • In der Weihnachtsbäckerei von makar  Geschichte lesen

    In der Weihnachtsbäckerei
     
    Mechanisch polierte Julia mit einem Tuch die verbeulte Oberfläche des alten Kupferkessels. Sie liebte ihre Arbeitsgeräte, die Kessel, Rührmaschinen und den Backofen der alten Bäckerei. Jeden Abend kümmerte sie sich liebevoll um die Geräte, keine Arbeit für sie, sondern Entspannung. Und die brauchte sie dringend, denn die Probleme wuchsen ihr über den Kopf. Noch zwei Wochen bis zum Jahresende, entweder hätte sie dann genügend Geld, um ihre Schulden und vor allem die Miete zu bezahlen, oder ihre neuen Vermieter hätten endlich den Grund, sie fristlos vor die Tür zu setzen. Das wäre das Ende ihrer kleinen Keks- und Kuchenbäckerei und sie stände da, ohne Heim und ohne Aufgabe.
    Dabei hatte alles so wunderbar angefangen, dachte sie, während sie vorsichtig die Quirls der Rührmaschine säuberte. Okay, vielleicht war es nicht ganz so wunderbar gewesen. Jens hatte mit ihr Schluss gemacht, von heute auf morgen. Und sie war daran fast zerbrochen. Aus dem rituellen Glas Wein am Abend wurde eine Flasche, dann kam der Wodka hinzu. Am Wochenende trieb sie sich in Bars herum. Und mehr als einmal wachte sie verkatert in einem fremden Bett auf, neben sich einen schnarchenden Mann, an dessen Namen sie sich nicht erinnern konnte.
    Bei der Arbeit wurde sie unkonzentriert, stand kurz vor der Kündigung. Nachts streifte sie schlaflos durch die Straßen, auf der Suche nach offenen Tankstellen, um vom letzten Geld noch eine Flasche Schnaps zu ergattern. Es war einer dieser Streifzüge, der sie schließlich zu diesem magischen Ort führte. Ihr war übel und sie musste sich am Fensterrahmen abstützen. Schlafen, ja, sie würde hier einfach eine Runde schlafen, dann würde es besser gehen, dachte sie. Sie setzte sich auf den Boden, legte den Kopf auf die Knie und nickte ein.
    Ein sanftes Rütteln an der Schulter weckte sie.
    „Junge Frau, hier ist es doch viel zu kalt“, sagte ein sanfte Stimme. „Kommen Sie besser rein, ich mach uns einen Tee.“
    Die alte Frau führte sie in das Geschäft, das einen wunderbaren Duft nach gebackenem Brot und Kuchen verströmte. Im Hinterraum setzte die Frau sie auf einen Stuhl und machte Wasser heiß. Julia kam in der Wärme langsam zu sich und sah sich um. Sie saß in einer alten Backstube. Über den Arbeitstischen hingen blitzende Kessel aus Kupfer und Stahl, Rührbesen in verschiedenen Größen und weitere Backutensilien. In der Ecke stand der Backofen als Herr der Küche und lächelte sie an.
    „Das ist so schön hier“, sagte Julia.
    „Ja“, sagte die alte Frau, „doch leider ist das alles jetzt zu Ende. Mein Mann ist gestorben und ich muss jetzt das alles verkaufen.“
    „Aber was wird daraus werden?“ Julie streichelte die glatte Oberfläche der Knetmaschine, die sich unter ihren Händen warm und lebendig anfühlte.
    „Hier wird keine mehr backen. Irgendeine Boutique oder sonst ein modernes Geschäft wird hier rein kommen. Und die Einrichtung geht zum Schrott.“
    „Würden Sie mir das Geschäft vermieten?“ Julia war selbst von ihrer Frage überrascht.
    „Aber Kindchen, was wollen Sie denn damit? Sie sehen, um ehrlich zu sein, nicht aus wie eine Geschäftsfrau.“
    Julia stimmte ihr zu. Sie machte tatsächlich einen schäbigen Eindruck. Aber sie konnte die schönen Kessel und glänzenden Maschinen doch nicht einfach sterben lassen.
    „Ich werde hier backen, Kuchen und Kekse“, verkündete sie...