• Aktuelle Schreibaufgabe

  • 3. Schreibaufgabe. „Gegenwind“
     
    Schreibe eine außergewöhnliche, originelle und unterhaltsame Kurzgeschichte, die zudem spannend ist und sich durch interessante Charaktere auszeichnet. Ja ja, ganz schön viele Ansprüche habe ich.
    Dafür kannst du ein Genre deiner Wahl wählen: Liebesgeschichte, Krimi, Alltag, Humor, Kindergeschichte …
    Das Thema lautet:

    GEGENWIND

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  • Wer wieder mitmachen will, kann sich von jetzt an an der VHS einschreiben.
    Oder später.




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  •  Herzlich willkommen auf dem Portal der VHS-Schreibschule
  • Liebe Freundinnen und Freunde der Schreibzunft!
    Lebendig erzählen - Von der Buchstabensuppe zum Prosawerk.
    Im Herbstsemester 2018 wollen wir wieder gut schreiben, so dass wir ggf. auch ein paar Veröffentlichungen einheimsen. Entsprechende Schreibaufgaben und Lehrbriefe -- wie man nun dahin kommt, sollen zielführend dabei sein. Das Thema im Herbst lautet...

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  • Gauner und Apfelkuchen von Bettina  Geschichte lesen



                                                Gauner und Apfelkuchen


    Liebe Mama!


    Das wird jetzt eine lange Mail an dich! Ich hoffe, du hast zwischen deinen Konzerten in Japan Zeit, sie zu lesen. 
    Ich war ja soo sauer auf dich, dass du mich, ohne mich zu fragen, während deiner Tournee an den Karnevalstagen zu Omi geschickt hast! Ich fand es richtig gemein: meine Freundinnen durften verkleidet auf die Straße und ich musste auf’s Land, wo echt nix los ist an Karneval. 
    Und dann auch noch alleine zu Omi -  vier Tage in Zeitlupe! Alles geht so langsam bei ihr - reden, denken, essen, sich bewegen. Ich kriege voll die Krise, wenn ich da länger sein muss. Ich konnte ja nicht ahnen, dass das die aufregendsten Ferien meines Lebens werden würden.


    Anfangs war ich, ehrlich gesagt, ganz schön unfreundlich zu Omi. Das tut mir jetzt so leid, aber ich hab mich schon bei ihr entschuldigt.
    Omi hat mich an der Bushaltestelle abgeholt. „Komm schnell, Lottchen“, hat sie gesagt, „ich muss zur Sparkasse. Die machen gleich zu.“
    Das ging ja schon mal gut los. Statt Apfelkuchen zu essen - den hat sie nämlich immer noch richtig gut drauf - ging’s erstmal in kleinen Tippelschrittchen zur Sparkasse. Super. Ich bin extra noch langsamer gegangen, aber sie hat mich richtig hinter sich her gezerrt. Meine Laune war ziemlich unterirdisch.
    „Was willst du denn an der Sparkasse“, habe ich gefragt. 

    Aber sie hat mir keine Antwort gegeben. Überhaupt hat sie sich merkwürdig benommen, irgendwie nervös. So kenne ich sie gar nicht.
    In der Sparkasse wurde sie anscheinend schon erwartet.
    „Wir habe miteinander telefoniert, Frau Jansing“, hat der Angestellte gesagt. „Sind sie wirklich sicher, dass sie die zehntausend Euro von ihrem Sparkonto so mitnehmen möchten?“
    Omi hat ziemlich ungeduldig „ja ja“ gesagt. 
    Der Typ hat dann nochmal gefragt: „Ist auch wirklich alles in Ordnung, Frau Jansing? Wofür brauchen Sie das Geld denn, wenn ich fragen darf?“
    „Nein, dürfen sie nicht“, hat Omi ihn in sehr unhöflichem Ton abgebürstet. 
    Und da wusste ich, dass irgendwas ganz und gar nicht stimmt. Omi ist zwar tüddelig und kriegt nicht mehr alles so richtig auf die Reihe, aber Unhöflichkeit passt überhaupt nicht zu ihr. Selbst dann nicht, wenn so ein Bankmensch mit Gel angeklebte Haare hat und einen rosa Schlips trägt - igitt!
    Als er Omi das ganze Geld vorgezählt hat, habe ich einen Schrecken gekriegt. Ich habe ja nicht gewusst, wieviel zehntausend Euro sind! Alles in 100€ Scheinen! Die hat Omi einfach so in ihre große Einkaufstasche gestopft, und damit sollten wir beiden, die kleine alte Frau und ihre 12jährige Enkelin, durch die Stadt laufen! Wie leicht könnte uns jemand das Geld klauen! Ich hatte echt voll die Panik.
    Während hinter ...